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DSGVO und KI: den konkreten Einsatz prüfen

Ein KI-Produkt ist kein Freibrief und ein bekannter Anbieter kein automatischer Ausschlussgrund. Entscheidend sind Zweck, Daten, Verträge, Konfiguration und tatsächliche Verarbeitung.

AI LabsAktualisiert 1 Quellen

Nicht jede Verarbeitung braucht eine Einwilligung

Die DSGVO kennt mehrere Rechtsgrundlagen in Artikel 6. Welche für einen Vorgang geeignet ist, muss anhand des Zwecks und der Umstände geprüft werden. Bei besonderen Kategorien personenbezogener Daten sind zusätzlich die Anforderungen aus Artikel 9 zu beachten.

Eine pauschale Behauptung, jede Eingabe personenbezogener Daten in ein KI-Werkzeug sei ohne Einwilligung rechtswidrig, greift zu kurz. Ebenso wenig genügt der Hinweis, dass ein Dienst in Europa gehostet wird.

Vier Fragen an den Datenweg

Datenminimierung, klarer Verarbeitungszweck, Aufbewahrungsdauer und begrenzte Zugriffe bilden den Ausgangspunkt. Auftragsverarbeitung nach Artikel 28, Sicherheitsmaßnahmen nach Artikel 32 und gegebenenfalls Drittlandübermittlungen gehören zu einer zusammenhängenden Bewertung.

  • Zweck und Rechtsgrundlage dokumentieren
  • Vertrag und Unterauftragnehmer prüfen
  • Lösch- und Betroffenenrechte organisieren
  • Risiken und gegebenenfalls Folgenabschätzung bewerten

Technik unterstützt die Umsetzung

Maskierung, Zugriffskontrollen und Protokolle können Risiken reduzieren und Prozesse überprüfbar machen. Die erforderliche Rechtsgrundlage bleibt davon unberührt. Das AI-Link-Onboarding verbindet technische und organisatorische Anforderungen mit den zuständigen Personen im Unternehmen.

Quellen & Vertiefung

Originalpublikationen, Herstellerdokumentation und weiterführende Informationen zu den erläuterten Begriffen und Zahlen.

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