In transit: der geschützte Transport
TLS schützt eine Verbindung zwischen zwei Endpunkten, etwa Browser und Server. Zertifikate helfen, den richtigen Server zu erkennen; Verschlüsselung schützt den Inhalt vor Mitlesen auf dem Übertragungsweg. TLS 1.3 ist in RFC 8446 beschrieben.
Am empfangenden Server wird der Inhalt wieder lesbar. Eine HTTPS-Verbindung allein verhindert deshalb nicht, dass ein KI-Anbieter den übermittelten Text verarbeitet. Dafür braucht es zusätzlich Datenminimierung und eine passende Modellroute.
At rest: AES-256-GCM für gespeicherte Geheimnisse
AI Link verwendet auf Anwendungsebene AES-256-GCM für gespeicherte Zugangsdaten und Geheimnisse, beispielsweise Zugangstoken angebundener Dienste. AES-256 bezeichnet eine Schlüssellänge von 256 Bit. GCM ergänzt einen Authentifizierungstag, mit dem Veränderungen am verschlüsselten Inhalt erkannt werden.
Diese Schutzschicht ist von der Verschlüsselung ganzer Datenträger oder Datenbanken zu unterscheiden. Ebenso ist sie keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gegenüber dem verarbeitenden Dienst: Autorisierte Prozesse benötigen Zugriff, um ihre Aufgabe auszuführen.
Sicherheitsarchitektur nachvollziehbar bewerten
Eine nachvollziehbare Sicherheitsarchitektur beschreibt den gesamten Schutzbereich: verschlüsselte Daten, Schlüsselverwaltung und Wiederherstellung aus Sicherungen. Gemeinsam mit Anbieterwahl und Zugriffskontrollen bildet das die Grundlage für eine fundierte technische Bewertung.
- Transport, gespeicherte Inhalte und Verarbeitung getrennt prüfen
- Zugriff auf Schlüssel auf notwendige Dienste begrenzen
- Wiederherstellung und Schlüsselwechsel gemeinsam testen
Quellen & Vertiefung
Originalpublikationen, Herstellerdokumentation und weiterführende Informationen zu den erläuterten Begriffen und Zahlen.